Geschichte

1849 gründet Elisabeth Eppinger aus Bad Niederbronn im Elsaß  mit Hilfe ihres Heimatpfarrers Johann David Reichard und mit Zustimmung des Bischofs von Straßburg in Bad Niederbronn die Kongregation der Schwestern vom Göttlichen Erlöser (Niederbronner Schwestern). Ihr Ordensname wird Mutter Alfons Maria nach dem heilig gesprochenen Bischof und Ordensgründer Alfons Maria von Liguori, der sich im 18. Jahrhundert um die Armen im Land kümmerte.

Überraschend schnell schließen sich ihr viele junge Frauen an, die Gemeinschaft wächst und übernimmt als  Antwort auf die Not ihrer Zeit vielfältige Aufgaben.

Die ersten Niederbronner Schwestern kommen bereits im November 1852 nach Speyer und sind in Zusammenarbeit mit dem St. Vincentiusverein unter anderem in der ambulanten Krankenpflege tätig. Ende des 19. Jahrhunderts hat Dompfarrer Franz Bettinger in Speyer die Idee für ein eigenes Krankenhaus für die katholische Bevölkerung.

Mit Hilfe des St. Vincentiusvereines gelingt es ihm, nach und nach alle Voraussetzungen zu schaffen. Das St. Vincentius Krankenhaus wird ab 1903 an dem Ort in der Holzstraße/Speyer erbaut, an dem es bis heute besteht.

Von Beginn an ist es geplant, die Niederbronner Schwestern im Krankenhaus in der Hauswirtschaft und Pflege einzusetzen. So treten die ersten Schwestern im September 1904 in dem entstehenden Krankenhaus ein und helfen tatkräftig bei der Fertigstellung. Am 5. Januar 1905 kann der erste Kranke in das St. Vincentius Krankenhaus aufgenommen werden.

Die Zusammenarbeit mit den Schwestern bewährt sich in den kommenden Jahrzehnten. 1927 wird der Kongregation zunächst die Wirtschaftsführung des Krankenhauses in eigener Regie und 1938 das Eigentum am Krankenhaus übertragen. In seinem mehr als 100-jährigen Bestehen haben sich die Niederbronner Schwestern im Sankt Vincentius Krankenhaus, wie es heute heißt, unzähligen Herausforderungen gestellt.

Seit 1992 ist es Teil der „Krankenhaus-Stiftung der Niederbronner Schwestern“, zu dem auch das Krankenhaus Zum Guten Hirten in Ludwigshafen / Oggersheim gehört.

Kontinuierliche bauliche Erweiterungen und strukturelle Veränderungen sorgen dafür, dass das Haus auch in Zukunft wettbewerbsfähig, qualitäts-und patientenorientiert bleibt - immer dem Leitspruch folgend, der bereits auf dem Grundstein des Hauses verankert ist: „Gott zur Ehre - den Menschen zum Heil“.
 

Unser Haus im Wandel der Zeit